Vertrauen teilen:
6. August 2019 / EINBLICK

WHO-Katalog: Neues Krankheitsbild anerkannt

Immer mehr Menschen zocken in ihrer Freizeit am Smartphone oder dem PC. Bei den meisten steht dabei der Spaß im Vordergrund. Aber nicht immer bleibt das Spielen eine harmlose Freizeitbeschäftigung. Wer zu viel Zeit vor dem Bildschirm verbringt, kann – genauso wie nach Alkohol oder Drogen – süchtig werden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die sogenannte „Gaming Disorder“ jetzt offiziell als Krankheit anerkannt. Das zeigt: Ein verantwortungsvoller Umgang mit digitalen Angeboten ist wichtig denn je – und genau da setzt das neue Konzept von Deutschlands größtem Lotterieveranstalter WestLotto an.

Nun ist es amtlich: Neben rund 55.000 anderen Krankheiten, Symptomen und Verletzungsursachen wird jetzt auch krankhaftes Video- und Onlinespielen im Katalog der Weltgesundheitsorganisation aufgeführt. Die Aufnahme ist für Suchtbetroffene eine Unterstützung, denn sie eröffnet ihnen den Weg zu wirksamen Therapien, die jetzt auch von den Krankenkassen übernommen werden können. Erstmals seit fast 30 Jahren hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) damit ihre Liste der Krankheiten neu aufgestellt. Der neue Katalog tritt am 1. Januar 2022 in Kraft.

Neue Leiden einer veränderten Gesellschaft

Die Änderungen und Anpassungen waren auch notwendig, weil die Gesellschaft sich in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten stark verändert hat. Durch die Digitalisierung und den technologischen Fortschritt sind neue Leiden dazukommen. Dazu gehört auch die „Gaming Disorder“, also das krankhafte digitale Spielen. Längst kein Nischenphänomen mehr.

Laut einer Studie des Marktforschungsinstituts SPLENDID RESEARCH spielt mittlerweile jeder Dritte Deutsche zwischen 15 und 69 Jahren mindestens einmal pro Woche Spiele auf dem Smartphone. Quer durch alle Altersgruppen nutzt außerdem ein Viertel den Computer regelmäßig zum Spielen in der Freizeit. Die Schlüsselfertigkeit, die dabei vonnöten ist, heißt digitale Kompetenz. Vor allem jüngere Nutzer brauchen sie: Denn schon heute sehen die DAK-Gesundheit und das Deutsche Zentrum für Suchtfragen in ihrer Studie „Geld für Games – wenn Computerspiel zum Glücksspiel wird“ mehr als jeden Siebten der Jugendlichen als „Risiko“-Gamer an. Obwohl – oder gerade weil? – sie als Digital Natives mit dem Internet aufgewachsen sind, haben junge Leute Schwierigkeiten damit, verantwortungsvoll mit den vielfältigen Möglichkeiten umzugehen.

WestLotto setzt auf Prävention statt auf Verbote

Für frühzeitige Aufklärung von Kindern und Jugendlichen über die Chancen und Risiken der digitalen Welt engagiert sich WestLotto. In sogenannten „Smart Camps – create and play responsibly“ werden Schüler drei Tage lang in Workshops für einen gesunden Umgang mit Online-Angeboten sensibilisiert und erlernen grundlegende Fähigkeiten wie zum Beispiel die Unterscheidung von legalen und illegalen Angeboten. Dazu kooperiert der Lotterieveranstalter mit der Bildungsinitiative BG3000 sowie TÜV Rheinland.

Hinter dem neuartigen Konzept steckt die Strategie des „Empowerment“. Mit dem nötigen Wissen ausgestattet können Kinder und Jugendliche selbstbewusster auf die Reize der Fantasiewelten reagieren und Angebote richtig einordnen: Was ist der Unterschied zwischen „Gaming“ und „Gambling“? Wo verwischen die Grenzen – und gerät im Spiel das Taschengeld in Gefahr?

WestLotto-Geschäftsführer Andreas Kötter ist von dem Konzept überzeugt: „Mit den SMART CAMPS gehen wir neue Wege in der Prävention, denn reine Verbote nützen wenig. Deswegen setzen wir auf Aufklärung, Information und Medienkompetenz, und zwar schon frühzeitig bei Kindern und Jugendlichen. Das Handeln nach dieser Maxime macht WestLotto zum Vorreiter in der Glücksspiel-Branche.“

Als Lotterieveranstalter legt das Unternehmen unter anderem großen Wert auf den Jugendschutz. Wer jünger als 18 Jahre ist, darf die Produkte nicht nutzen. Das gilt sowohl in den Shops vor Ort als auch online und wird streng kontrolliert.

 

 

Symbolbild: Pexels / Pixabay