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30. April 2021 / Einblick

Nicht allein mit dem Millionengewinn

Wer eine hohe Summe im Lotto gewinnt und plötzlich reich ist, dem schießen viele Fragen durch den Kopf. Nun kommt es auch auf den Anbieter an. Was man vor der Spielteilnahme beachten sollte und wie WestLotto seine Glückspilze betreut.

Rund zwei Millionen Euro im Lotto gewonnen, und das mit 16 Jahren: Während die Gedanken Gleichaltriger um die erste Liebe, Hobbys und Schulnoten kreisen, wurde die Britin Callie Rogers 2003 plötzlich Millionärin. Man könnte meinen, der jungen Frau habe damit ein sorgenfreies Leben bevorgestanden. Doch mit dem Geld kamen Probleme. Denn Medien veröffentlichten Fotos von der strahlenden Gewinnerin, ihr plötzlicher Reichtum machte sie im Vereinigten Königreich und über dessen Grenzen hinaus berühmt. Weil eine so hohe Summe Neid schürt, wollten nicht alle der wohlhabenden jungen Dame fortan Gutes.

In Deutschland wäre diese Geschichte kaum möglich: zuallererst, weil Lottospiel hierzulande erst ab 18 Jahren erlaubt ist. Auch Medienrummel um frischgebackene Glückspilze gibt es in Deutschland so nicht. Seriöse Anbieter schützen Spielerinnen und Spieler davor, anstatt die Geschichten von Menschen, die einen Geldsegen empfangen haben, medial zu vermarkten. Aus gutem Grund, denn die Freude über den Gewinn kann bald abgelöst werden vom Druck, das Geld zu teilen. Auch Rogers verlor einen Teil ihrer Millionen an andere, die über ihr Vermögen Bescheid wussten und sie ausnutzten.

Frage vor dem Spiel: Wie seriös ist der Anbieter?

Obwohl die Chance auf einen hohen Gewinn statistisch gering ist, darf vom großen Glück träumen, wer Lotto spielt. Allein in Nordrhein-Westfalen kommt es jeden Monat allein zu drei Millionengewinnen. Vor dem Spiel sollte man sich also fragen, was im Gewinnfall passiert: Muss ich vor die Kamera? Werden mein Name und mein Wohnort öffentlich genannt? Es empfiehlt sich, nur bei Anbietern zu spielen, die absolute Verschwiegenheit garantieren. Denn auch wenn die Freude noch so groß ist und man sein Glück am liebsten mit der ganzen Welt teilen möchte, empfiehlt Christina Hemker, Spielerschutzbeauftragte bei WestLotto, den Gewinnern, lieber erst einmal Ruhe und Stillschweigen zu bewahren: „Wichtig ist es, sich Zeit zu nehmen und genau zu überlegen, was man mit dem Geld machen möchte. Dann hat man auch langfristig etwas von seinem Gewinn.“

Die Diskretion beginnt schon bei der Gewinneinlösung in den Annahmestellen. Damit nicht jeder sofort weiß, wie viel die Person vor oder neben ihm gewonnen hat, wird bei Beträgen über 500 Euro keine konkrete Summe mehr angezeigt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Annahmestellen leiten daraufhin die weiteren Schritte ein.

„Es kann vorkommen, dass, wer gewonnen hat, einen Gewinn übersieht oder seine Zahlen erst einige Zeit später überprüfen kann. Jeder, der mit WestLotto-Karte spielt, profitiert von einem zusätzlichen Service. Über einen Großgewinn können wir die Spielerin oder den Spieler etwa direkt informieren, da Daten und Spielaufträge auf der Karte hinterlegt sind“, sagt Hemker. Im Gewinnfall sind die Daten bei WestLotto in sicheren Händen. Weniger als eine Handvoll Personen, die zur Verschwiegenheit verpflichtet ist, hat Zugriff darauf.

Kleine und mittlere Beträge werden bei der Gewinneinlösung mit der Spielquittung in der Annahmestelle gewöhnlich direkt ausgezahlt. Hier kümmert sich geschultes Personal um die Bedürfnisse und Fragen. Geht es aber um hohe Summen, kommt die Gewinnerbetreuung von WestLotto ins Spiel: „Wir betreuen alle, die sich das wünschen. Am häufigsten nehmen aber diejenigen unser Angebot in Anspruch, die einen Millionenbetrag gewonnen haben“, erklärt Hemker. Ein Gewinn in dieser Größenordnung kommt öfter vor, als man denkt: Im Jahr 2020 gewannen allein in NRW 31 Lotto-Spielerinnen und -Spieler Millionenbeträge.

Kontakt zur Gewinnerbetreuung wird hergestellt

Kern der Gewinnerbetreuung ist ein Informationsgespräch, welches in der Unternehmenszentrale in Münster oder telefonisch stattfindet. „Zu diesem Termin empfangen wir nicht mit Champagner und Blumenbouquet, sondern in einem nüchtern gehaltenen Besprechungsraum. Dort betreuen wir die Großgewinnerinnen und -gewinner seriös und sprechen über mögliche nächste Schritte“, erklärt Christina Hemker von WestLotto.

Grundlage für das Gespräch ist ein über Jahre erprobter Leitfaden:

1. Überlegen Sie sich genau, wem Sie von Ihrem Gewinn erzählen und halten Sie den Kreis der Eingeweihten möglichst klein.

2. Treffen Sie keine spontanen Entscheidungen, die Sie eventuell später bereuen. Überdenken Sie gründlich, wie Sie Ihr Leben mit dem Gewinn gestalten wollen. Werden Sie sich klar, was für Sie persönlich von Bedeutung ist.

3. Lassen Sie sich seriös und professionell beraten.

Hemker findet es wichtig, all diese Themen frühzeitig anzusprechen: „Wir sind uns des Vertrauens bewusst, das uns unsere Kundinnen und Kunden entgegenbringen. Deshalb stehen wir Ihnen nicht nur beim Spielprozess selbst mit Rat und Tat zur Seite, sondern bieten Ihnen immer den vollen Service inklusive Gewinnerbetreuung an.“

Für die damals jüngste Lottogewinnerin Englands wäre mit Hilfe wie dieser womöglich einiges anders gekommen. Callie Rogers habe nicht gewusst, wie sie mit so viel Geld umgehen solle, sagte sie 2019 der britischen Zeitschrift „The Mirror“. Kaum verwunderlich, da diese Frage selbst Erwachsene vor Rätsel stellt. Der jungen Britin haben die Millionen kein Glück gebracht – das Geld ist sie inzwischen wieder los. Heute setzt sich Rogers persönlich dafür ein, das Alter für die Glücksspielteilnahme von 16 auf 18 anzuheben. Mit Erfolg: Zum Schutz von Jugendlichen soll im Oktober eine Gesetzesänderung in England in Kraft treten.

 

Photo by Lena Balk on Unsplash

Wer Lotto spielt, vertraut darauf, dass das Spiel fair ist und bei der Ziehung alles mit rechten Dingen zugeht. Für dieses Vertrauen steht die Fernseh-Lottofee Miriam Hannah. Einen Einblick gibt sie in unserer Podcast-Folge „So sieht faires Spiel aus“.