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14. Dezember 2018 / Basis-Info (III)

Lotto-Prinzip ist Fundament des Gemeinwohls

Gewinnen oder verlieren – das ist der besondere Reiz des Spielens. Doch genau dieses Schwarz-Weiß-Denken gibt es bei den staatlichen Lotterien nicht. Denn ein Großteil der Einsätze kommt über Abgaben und Steuern der Gesellschaft wieder zugute, das ist das sogenannte Lotto-Prinzip. Dieses gemeinwohlorientierte Finanzierungsmodell durch die Landeslotteriegesellschaften ist durch die bestehenden Strukturen aufgrund des Veranstaltungsmonopols möglich.

Ein System, das unsere Gesellschaft in den vergangenen Jahrzehnten grenzüberschreitend geprägt hat. 26 von 28 Ländern in der EU bauen darauf und organisieren ihre großen Lotterien in einem Monopol oder nutzen ein staatliches Konzessionsmodell. In Deutschland wurden auf diesem Weg 2017 insgesamt 2,8 Milliarden Euro (Konzessionsabgaben + Lotteriesteuern) durch die Landeslotteriegesellschaften für das Gemeinwohl generiert.

 

Die Gelder aus den Lotterieeinsätzen bilden die verlässliche Grundlage der Arbeit zahlreicher gemeinnütziger Vereine und Organisationen, die unser Zusammenleben maßgeblich mitgestalten. Gesellschaftliche Träger aus Sport, Wohlfahrt, Naturschutz, Kultur und Denkmalschutz profitieren davon. Dazu gehören zum Beispiel die Landessportbünde, das Deutsche Rote Kreuz oder die Deutsche Stiftung Denkmalschutz.

 

Dieses tragfähige Konstrukt für ein soziales Miteinander ist nur durch die Monopolstellung und die damit verbundene Abgaben- und Steuerstruktur möglich, da die staatlichen Lotteriegesellschaften nicht in erster Linie auf eine Gewinnmaximierung ausgerichtet sind, sondern in allen Bereichen des Glücksspiels Verantwortung übernehmen – für den einzelnen Spieler genauso wie für die Gesellschaft in unserem Land.

 

Neben den großen Lotterien der Bundesländer haben sich im Laufe der Zeit noch eine Vielzahl von weiteren privaten Lotterien in Deutschland etabliert, die nicht unter das Veranstaltungsmonopol fallen.

 

Die Unterstützung der Gemeinschaft durch die großen Lotterien war einer der entscheidenden Faktoren für die Gründung der staatlichen Landeslotteriegesellschaften. Nach dem Zweiten Weltkrieg schuf der Staat auf diese Art und Weise ein vertrauenswürdiges Glücksspielangebot in der Absicht, die Einnahmen der Lotterien gezielt zur Förderung des Wiederaufbaus zu nutzen und zum Beispiel neue Sportanlagen zu bauen.

 

Wie wichtig der Erhalt des Lotterieveranstaltungsmonopols auch heute noch für die Arbeit der gesellschaftlichen Träger ist, haben hochrangige Vertreter der gemeinwohlorientierten Verbände und Organisationen dieses Jahr zum Beispiel auf einer Konferenz in Münster betont und ihr klares Bekenntnis zum Lotto-Prinzip erneut untermauert.

 

Bereits 2015 hatten sie in der sogenannten Münsteraner Erklärung einen Fortbestand der Struktur und vertrauensvollen Zusammenarbeit gefordert. Auch die Politik ist sich der Bedeutung bewusst.

 

Das komplette Dokument „Basis-Info“ ist auch hier abrufbar.

Weitere Informationen zum Lotto-Prinzip und der Gemeinwohlorientierung der staatlichen Lotteriegesellschaften finden Sie auch online unter www.lotto-prinzip.de oder www.lottodeutschland.de