Vertrauen teilen:
6. Juli 2018 / EINBLICK

Kundendaten in sicheren Händen

Mit dem Inkrafttreten der neuen EU-Datenschutzgrundverordnung ist das Thema Datenschutz in aller Munde. Wie WestLotto die persönlichen Angaben der Kunden und ihre Tipps schützt, erklärt Dr. Frank Wallow, Leiter der IT-Produktion.

Wir alle spüren es im täglichen Leben: Die Digitalisierung schreitet mit zunehmendem Tempo voran. Angesichts der technologischen Entwicklungen gewinnt ein Thema immer mehr an Bedeutung: Datenschutz. Auch Lotto- und Glücksspiel sind längst im Netz möglich und die Spielscheinauswertung geschieht digital. Für staatliche Glücksspielanbieter wie WestLotto hat deshalb Sicherheit oberste Priorität. „Uns ist bewusst, dass die Daten, die unsere Kunden uns anvertrauen, ein sensibles Gut sind“, sagt Wallow. Der IT-Leiter trägt gemeinsam mit seinem Team die Verantwortung dafür, dass die Lottospieler sowohl in den rund 3.400 Lottoannahmestellen in Nordrhein-Westfalen als auch online sicher und schnell ihre Tipps abgeben können.

Wer mit Kundenkarte des Unternehmens spielt, genießt besondere Vorteile. Damit kein Gewinn mehr verloren geht, bekommen alle Lottospieler mit WestLotto-Karte das Geld überwiesen, falls sie einmal vergessen, die Spielquittung überprüfen zu lassen oder diese verlieren. Dazu braucht WestLotto natürlich die Daten der Kunden. Neben dem Namen, der Adresse und gegebenenfalls einer Telefonnummer gehört dazu auch die Kontoverbindung. Sonst kann die Karte ihre Funktion nicht erfüllen. Durch die Erhebung des Geburtsdatums wird sichergestellt, dass der Kunde volljährig ist. Denn nur wer mindestens 18 Jahre alt ist, darf im Sinne des Verbraucherschutzes am Angebot von WestLotto teilnehmen.

Das Gleiche gilt für das Online-Spiel. Auch hier muss sich der Kunde einmalig mit seinen Daten registrieren und diese verifizieren. Dabei gilt: WestLotto erhebt und speichert mit Zustimmung des Kunden nur die Daten, die wirklich benötigt werden.

Komplexe Sicherungsmechanismen

Besonders wichtig für jeden Lottospieler ist es, dass seine Tipps in sicheren Händen sind. Denn mit der Abgabe des Spielscheins legt er seine Träume in die Hände des Unternehmens. Ein echter Vertrauensbeweis – den WestLotto zu schätzen weiß.

Hat ein Kunde seine Zahlen angekreuzt, wird die Tippabgabe digital an zwei Rechenzentren gesendet. Das geht schneller als ein Wimpernschlag, denn die Datenübermittlung geschieht nicht über einen gewöhnlichen DSL-Anschluss, sondern über ein sehr schnelles Backbone-Netz. Die Vorteile der Hochleistungsverbindung: Sie besteht aus mehreren, miteinander verknüpften Datenleitungen. Wenn eine der Leitungen ausfällt, fangen das die anderen auf. Und: „Falls jemand versucht, unsere Daten mitzulesen, wird das nicht funktionieren, da die Leitungskommunikation verschlüsselt ist“, sagt Wallow.

Auch die Weiterverarbeitung der Informationen unterliegt bei WestLotto vielfältigen Schutzmechanismen: So prüft das zentrale IT-System alle eintreffenden Spieldaten, versieht sie mit einer digitalen Signatur sowie einem Zeitstempel und sichert sie auf vier Transaktionsservern in zwei getrennten Rechenzentren. Um Datenverlust bei Tippabgaben und Manipulationen zu vermeiden, arbeiten die beiden Rechenzentren vollkommen unabhängig voneinander und sichern die Informationen des anderen.

Und auch wenn ein glücklicher Gewinner feststeht, greift Verschlüsselung wieder als Sicherheitsmaßnahme. Wallow: „Wer gewonnen hat, ist selbst bei WestLotto ein gut gehütetes Geheimnis. Schließlich garantieren wir die Anonymität der glücklichen Gewinner. Der Verbraucherschutz steht an erster Stelle. Deswegen erfahren so wenig Mitarbeiter wie nötig Details über die Glückspilze.“

Regelmäßig schult WestLotto alle Mitarbeiter zum Thema Datenschutz. Dem Unternehmen ist es wichtig, dass die Kunden wissen, was mit ihren persönlichen Angaben passiert. Deswegen wird transparent darüber informiert. „Wenn wir den Geburtstag eines Kunden abfragen, machen wir das nicht, um sein Alter zu erfahren, sondern um den Jugendschutz sicherzustellen. Wer einwilligt, darf sich zusätzlich über einen Geburtstagsgruß freuen“, sagt Wallow. „Wozu wir Daten wie diese erheben, erläutern wir den Kunden vorher genau.“

Die neue EU-Datenschutzgrundverordnung sorgt für zusätzlichen Schutz

Die Datenschutzrechte, die hierzulande für Kunden gelten, sind in den europaweit geltenden Verordnungen verankert. Gestärkt werden sie durch die seit Ende Mai 2018 gültige neue EU-Datenschutzgrundverordnung, die die Rechte der Verbraucher stärkt und durch die sich datenverarbeitende Unternehmen zu Transparenz- und Informationspflichten bekennen.

Umfassende Tests

Die zunehmende Vernetzung macht die Datenauswertung komfortabler und schneller, birgt jedoch auch Gefahren. Um das WestLotto-System vor Manipulationen zu schützen, haben Wallow und seine Kollegen zahlreiche Maßnahmen und Schutzmechanismen installiert. Schon bei geringsten Auffälligkeiten wird Alarm geschlagen. Denn in Sachen Sicherheit und Verbraucherschutz wird bei WestLotto nichts dem Zufall überlassen. Wallow kann zurecht behaupten, dass das Konzept aufgeht: „In der gesamten Geschichte von WestLotto haben wir unsere Sicherheitsmechanismen immer stetig der Gefahrenlage angepasst.“