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15. April 2019 / Kampagne

Glücksspiel: Warum der Jugendschutz so wichtig ist

Spielteilnahme erst ab 18 – das steht auf jedem Lottoschein. Nur wer belegen kann, dass er volljährig ist, darf seine Kreuze machen oder Rubbellose kaufen. Doch warum dürfen Jugendliche eigentlich nicht ihr Glück versuchen und ihr Geld in Glücksspielprodukte investieren?

Dass Minderjährige von Glücksspiel ausgeschlossen sind, ist fest im Gesetz und dem Angebot der staatlichen Lotteriegesellschaften verankert. Dafür gibt es gute Gründe: Kinder und Jugendliche weisen laut wissenschaftlichen Studien ein höheres Gefährdungspotenzial in Sachen Glücksspiel auf als Erwachsene. Das liegt auch daran, dass sie in ihrem Alter risikobereiter und leichter beeinflussbar sind sowie mögliche Folgen noch nicht vollumfänglich abschätzen können. Denn während die Teile des Gehirns, die für die Verarbeitung von Emotionen und Impulsen zuständig sind, sich relativ schnell entwickeln, dauert es bei den Teilen, die für das Urteilsvermögen zuständig sind, länger. Die Folge: Aktivitäten, die Spannung und Belohnung verheißen, ziehen Jugendliche stark an – auch dann, wenn Gefahr droht. Zudem weisen Jugendliche, die schon früh in Berührung mit Substanzen mit Suchtpotenzial kommen, eine erhöhte Anfälligkeit für Abhängigkeiten aus.

Jugendschutz in der Lotto-Annahmestelle

Doch Verbote allein helfen nicht, Aufklärung ist wichtig. Dafür setzt sich Deutschlands größter Lotterieveranstalter WestLotto ein und ergreift zahlreiche Maßnahmen. Denn das Unternehmen hat sich selbst zu strengen Auflagen in Sachen Jugendschutz verpflichtet. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der rund 3.300 Annahmestellen in NRW werden regelmäßig im verantwortungsvollen Umgang mit Glücksspiel geschult. Dazu gehört zum Beispiel, dass alle, die jünger aussehen als 25 grundsätzlich nach ihrem Ausweis gefragt werden. Zudem dürfen Minderjährige nicht in das Lottospiel einbezogen werden, also keine Zahlen auswählen oder Teile des Rubbelloses aufrubbeln. Mit Testkäufen überprüfen die Aufsichtsbehörden die Einhaltung der Regeln. Auch online gilt: Wer spielen will, muss sich registrieren und identifizieren. So wird verhindert, dass Jugendliche auf das Angebot zugreifen können.

WestLotto startet Aufklärungskampagne

„Genau wie das normale Spiel verlagert sich auch Glücksspiel immer mehr in die digitale Welt. Wer dem nicht Rechnung trägt verliert den Anschluss“, erklärt WestLotto-Geschäftsführer Andreas Kötter das Engagement des Unternehmens. Sowohl offline in den WestLotto-Shops und Kiosken als auch online klärt das Unternehmen über die Bedeutung des Jugendschutzes auf. So auch in einer neuen Kampagne, mit der WestLotto die Jugendlichen gezielt anspricht. Auf Facebook und Twitter sollen Inhalte rund um Jugendschutz in markanter Optik und zielgruppengerechter Sprache Aufmerksamkeit wecken. So wird geltendes Gesetz bekannter gemacht und das Verständnis für Jugendschutz unter jungen Leuten gefördert.

Kampagnenmotiv
Kampagnenmotiv

Auch im Glücksspielsegment gilt: Wer suchet, der findet. Denn längst nicht jeder Anbieter nimmt es mit dem Gesetz genau. Deshalb ist es umso wichtiger, dass Jugendliche lernen, welchen Anbietern sie vertrauen können, welchen Unterschied es zwischen Gaming und Gambling gibt und wie sie verantwortungsvoll mit dem existierenden Angebot umgehen. Dazu hat WestLotto in diesem Jahr auch in Kooperation mit der Bildungsinitiative BG3000 die ersten „SmartCamps – Create and play responsibly“ für Schülerinnen und Schüler ins Leben gerufen. In diesen dreitägigen Workshops werden die Jugendlichen von Experten in ihrer Digitalkompetenz geschult. Ein wichtiger Teil davon ist das Thema „Gaming und Gambling“. „Auch Jugendliche sind heute im Internet bereits mit einer Vielzahl von Glücksspielangeboten konfrontiert. Viele davon kommen scheinbar harmlos daher, sind aber häufig mehr als eine ,Taschengeldfalle‘. Mit den SmartCamps gehen wir neue Wege der Prävention, denn Verbote nützen wenig. Wir setzen auf Aufklärung, Information und Medienkompetenz“, so Kötter. Die meisten Kinder und Jugendlichen könnten Risiken, die im Internet lauern, nicht realistisch einschätzen, so BG3000-Gründerin Simone Stein-Lücke. Ihre Erfahrungen decken sich mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen und geben der Glücksspielgesetzgebung in Sachen Jugendschutz recht. Gerade angesichts der Digitalisierung sollten Jugendliche auf ihrer Suche nach Spannung und Nervenkitzel nicht alleingelassen werden.

Kampagnenmotiv
Kampagnenmotiv

Mehr über die Kampagne von WestLotto und die SmartCamps: www.westlotto.de/jugendschutz