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18. Januar 2019 / Basis-Info (VIII)

Aus Kreuzen werden Klicks

Der Gang in die Annahmestelle – für viele Lottospieler Tradition. Jede Woche werden die Kreuze an den gleichen Stellen gemacht, in manchen Familien die Glückszahlen sogar an die nächste Generation weitergegeben. Doch wie werden wir in Zukunft Lotto spielen?

Digitalisierung und das veränderte Konsumverhalten stellen auch den Lotteriemarkt vor Herausforderungen. Auch wenn sich der überwiegende Teil der Tipper immer noch für die persönliche Abgabe des Spielscheins in den Annahmestellen der staatlichen Lotteriegesellschaften vor Ort entscheidet – immer mehr Spieler nutzen die Möglichkeit, online an Lotto 6aus49, Eurojackpot und Co. teilzunehmen. Der Wechsel zwischen den Kanälen erfolgt selbstverständlich und situativ, beide Vertriebswege konkurrieren nicht, sondern werden parallel genutzt und ergänzen sich.

 

Vier Trends, die die Branche laut der Studie „Die Digitalisierung des Glücksspiels“ – durchgeführt vom Handelsblatt Research Institute – in den kommenden Jahren beschäftigen werden:

 

  1. Mobile first

Der Kunde entscheidet heute, wann und wo er welchen Service nutzt; Öffnungszeiten gibt es online nicht. Das Smartphone wird dabei als Endgerät immer wichtiger, die Nutzung der Angebote über den Desktop hingegen sinkt. Der Kunde stimmt durch seine Klicks ab – und gibt dadurch die Richtung der Entwicklung vor.

 

  1. Neue Technologien

Gefragt sind Innovationen und Weiterentwicklungen – sowohl beim Produkt als auch beim Vertrieb. Vor allem die jüngere Zielgruppe verlangt Abwechslung und fordert ständig neue Spielerlebnisse ein. Dabei spielt auch Augmented Reality eine Rolle. Im Juli 2017 testete WestLotto zum Beispiel ein 3D-Rubbellos auf dem Markt, das diese Technik nutzt. Ein Beispiel für die Vernetzung von stationärem und digitalem Angebot, deren Bedeutung weiter steigt.

 

  1. Alternative Zahlungsmethoden

Der Einsatz von Blockchain-Technologien kann für den Lotteriemarkt in Zukunft aus zwei Gründen interessant werden. Zum einen bieten sie als Grundlage von Kryptowährungen als Alternative zu anderen Bezahldiensten die Möglichkeit, online Zahlungen abzuwickeln. Zum anderen ist es vorstellbar, die komplette Spielabwicklung einer Lotterie per Blockchain durchzuführen. Da die Daten auf verschiedenen Rechnern im Netzwerk gespeichert werden, wäre hier der Schutz vor Ausfällen und Manipulation, der für die staatlichen Lotteriegesellschaften immer an erster Stelle steht, gesichert. Grundvoraussetzung für die Nutzung dieser neuen Art der Spielabwicklung von Lotterien ist das Vertrauen der Kunden in diese Technologien, das zunächst weiter aufgebaut werden muss.

 

  1. Big Data

Durch die Nutzung digitaler Angebote werden immer mehr Daten generiert. Diese können – mit Genehmigung der Kunden – von Lotterieanbietern zum Beispiel dazu genutzt werden, den Spielern individuell auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Angebote zu unterbreiten. Das können auf der einen Seite Produktangebote sein, aber auch Informationen und Hinweise zum Spielverhalten. Gerade für die staatlichen Lotteriegesellschaften, die bei allen Maßnahmen größten Wert auf einen umfassenden Verbraucherschutz legen, ist die Analyse der Daten ein wertvolles Instrument, um im Sinne des Responsible Gamings einen verantwortungsbewussten Umgang mit Glücksspiel sicherzustellen. So können dadurch zum Beispiel Auffälligkeiten im Spielverhalten der einzelnen Nutzer schneller erkannt, diese gegebenenfalls persönlich angeschrieben oder per Pop-up darauf hingewiesen werden. Diese Sicherheit ist ein wichtiger Mehrwert für die Kunden, die sich im Fall der Fälle auf die Unterstützung des Anbieters verlassen können.

 

Das komplette Dokument „Basis-Info“ ist auch hier abrufbar.